Über mich Patchwork zum Selbermachen Galerie Bestellen Kontakt

Die Ausstellung der Mönchaltorf-Gruppe

In der patCHquilt-Agenda habe ich Informationen über die Ausstellung in Esslingen gefunden. Glücklicherweise hat SBB-Fahrplan gezeigt, dass die Strecke dorthin nicht so lang ist und ich habe mich dazu entschlossen die Ausstellung der Mönchaltorf-Gruppe zu besuchen. Zu meiner Freude las ich in der Beschreibung der Ausstellung folgenden Satz: „Wenn Sie sich bei uns anmelden, werden Sie von einem Gruppenmitglied in der Ausstellung empfangen.“

Ich denke es ist einfach am besten die Ausstellung mit einem Gruppen-Mitglied zu besichtigen. Die Werke strahlen zwar Gefühle aus, wenn jemand, der deren Geschichte kennt, interessante Infos zu den Ausstellungsobjekten erzählt, wird oftmals noch eine zusätzliche Wirkung erzielt. Also ich habe per E-Mail Erika Bollinger kontaktiert. Es hat geklappt und war echt herzlich. Wir haben einen festen Termin abgemacht. Die zwei Wochen bis zum 7.November sind schnell vergangen und die Zugfahrt dorthin genoss ich sehr. Erika hat mich herzlich am Bahnhof Esslingen empfangen. Es war nicht wahnsinnig weit bis zur Ausstellung, aber zu Fuss hätte das kompliziert werden können. Dank Erika konnte ich dieser Herausforderung aus dem Weg gehen.

Wir standen nun beim Empfang des Altersheims in Esslingen... ich hatte schon Liste mit den Namen von allen Arbeiten in Hand und sogar auch ein Info über einen Wettbewerb. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber es macht alles noch spannender. Ich mag es bei Wettbewerben mitzumachen :)

Seit der letzten sehr interessanten und grossen Ausstellung (2008, in einem Möbelhaus) ist die Gruppe Mönchaltorf gewachsen. Jetzt hat sie 24 Mitgliederinnen. Ich kann nur mit Respekt sagen, dass sie nur ein Jahr gebraucht haben, um eine neue interessante Ausstellung zu organisieren. Super!

In der Cafeterie des Altersheim fängt die Ausstellung an. Hier waren Arbeiten von allen Mitgliedern ausgestellt (mindestens eine von jeden Teilnehmerinnen), so war das ein spannender und gelungener Einstieg mit verschiedensten Werken diverser Patchwork-Künstlerinnen.

Einen zentralen Platz in der Ausstellung sollte die Gruppen-Arbeit „Bluemewiese“ einnehmen. Und zu Beginn war es auch so, aber der Umbau im Altersheim hat einige Änderungen in die Ausstellungordnung gebracht. Leider konnte ich die „Bluemewiese“ nicht in realer Umgebung sehen, aber das Foto zeigt dieses schöne Werk. Die Gruppe hat dieses Wandbild als Dank dem Altersheim geschenkt. (Hier können Sie sehen wie dieses Wandbild entstand.)

In der Cafeterie sehen wir die Arbeit „Mohnfeld“ von Crameri Vera, die die Inspiration für die Gruppen-Arbeit war. Hier befindet sich auch das kleine „Bluemenwiesli“ von Piraccini Erika, dieses „Wiesli“ hat sie nach der Gruppen-Arbeit gefertigt.

In der Cafeterie sehen wir die Arbeit „Mohnfeld“ von Crameri Vera, die die Inspiration für die Gruppen-Arbeit war. Hier befindet sich auch das kleine „Bluemewiesli“ von Piraccini Erika, dieses „Wiesli“ hat sie nach der Gruppen-Arbeit gefertigt.
„Mohnfeld“, Crameri Vera
„Bluemewiesli“, Piraccini Erika

Die drei Arbeiten wurden mit der gleichen Technik genäht, man kann jedoch sehen, wie individuell die Werke bearbeitet und gestaltet sind.

Die drei-teilige Arbeit „Formen-Trio“ von Hotz Therese wurde mit einfachen geometrischen Formen (Kreis, Dreieck und Quadrat) ausgearbeitet. Aber die Kompositionslösung ist so interessant, dass ich sagen muss: „Auch mit einfachen Formen kann man sehr beeindruckende Werke schaffen“. Die Formen werden in dieser Arbeit in ein völlig neues Licht gestellt. Ich möchte noch hinzufügen, dass die Hintergrund-Stoffe wahrscheinlich selbst gefärbt sind und die ganze Komposition von ihnen optimal unterstützt wird. Man kann die Arbeit lange ansehen und entdeckt immer wieder etwas neues.

Nebenan hängt die Arbeit „Goldener Herbst“ von Küpfer Elisabeth, die aus Stoff-Streifen genäht und nachher mit Blätter-Applikationen und Glasperlen bearbeitet wurde. Diese Arbeit gibt einem echt das Gefühl eines sonnigen, warmen Herbsttages... und mir war es dann auch egal, dass es an diesem Tag kalt und regnerisch war. Diese Arbeit erwärmt den Geist und verbessert die Laune.

Bei manchen Künstlerinnen treffen wir geometrische Lösungen an. Aber Blaser Ursula, Vogel Renate und Kellenberger Heidi haben ihre Aufgabenstellung ganz unterschiedlich realisiert, wobei alle Wandbilder sehr genau gefertigt und in ihrer Gesamtkomposition sehr gelungen sind.

„Lichtblicke“, Kellenberger Heidi
„Luz y fuego“, Blaser Ursula
„Tre colori 1“, Vogel Renate


Noch eine Technik, die oft bei verschiedenen Arbeiten vorkam, ist Inches. Da kann man sehen, dass die ganze Gruppe an dieser Technik intensiv gearbeitet hatte. Die zwei Arbeiten von Blättler Cécile zeigen bei gleicher Komposition unterschiedliche Themen. „Mon plaisir 1“ und „Mon plaisir 2“ sind mit Liebe zu kleinen Details gestaltet.

Diese Liebe zu kleinen Details sehen wir noch oft in Arbeiten von verschiedenen Gruppen-Mitgliederinnen. Auch in den weiteren kleinen Arbeiten "Chäfer" von Bruppacher Marlis oder in "Quo vadis" und "Lebensfreude" von Hildebrand Rita.


Wie unterschiedlich Patchwork nur sein kann, zeigen uns:

Das real aussehende Wandbild „Winterland“ von Meyer Heidy

und die abstrakte, afrikanische Improvisation „Elan“ von Zbinden Ursi.

Dieses 3-teilige Werk hat die Künstlerinnen für ihre rote Wand in der Stube erstellt.

Die Ausstellung der Mönchaltorf-Gruppe führt uns auch in die „Untewasserwelt“ von Erika Bollinger und zu „Herr Kleinkariert und die seltsamen Blüten auf der Flucht“ von Piraccini Erika. Wir hören die „Melody“ und riechen die „Rose“ von Hürlimann Hannelore...
„Untewasserwelt“
„Herr Kleinkariert und die seltsamen Blüten auf der Flucht“
„Melody“
„Rose“

Ja, der Weg war nicht umsonst, ich kann alles miterleben :)


Ich möchte noch zwei weitere Arbeiten vorstellen. Diese beiden waren in der Patchquilt-Mitglied-Ausstellung in Solothurn ausgestellt. Die Arbeiten wurden zum Thema „Gestern-Heute-Morgen“ entworfen. Wir sehen wie ein Thema unterschiedlich gestaltet werden kann, wenn zwei verschiedene Künstlerinnen damit arbeiten.

Das drei-teilige Werk „As time goes by“ von Erika Bollinger zeigt uns den Lebenslauf der Blumen – von der Blütenknospe bis zum Abblühen.

„Lebe jetzt!“ ist mit geometrischen Formen und in der für Marlis Bruppacher ungewöhnlichen Farbe Grün gelöst. Die Farbe der Hoffnung und die unterschiedlichen Stoffe von Organza bis zum Filz zeigen uns in einer Arbeit die verschiedenen Momente des Lebens.


Ich möchte mit der Arbeit „Villa Kunterbunt“ meinen Bericht beschliessen. Diese Arbeit von Meier Margrith hat mir eine fröhliche Weinachtslaune geschenkt und obwohl es erst November ist, erwarte ich schon sehnsüchtig die Adventszeit.


Die anderen Arbeiten von dieser Ausstellung:





Und schliesslich noch ein paar Worte über den Wettbewerb, den die Gruppe bei der Ausstellung organisiert hatte.
Als Einladungs- und Infokarten haben sie Bilder der Projekte benutzt. Diese Bilder zeigten jedoch nur einen kleinen Teil der Arbeiten, wobei der Wettbewerb darin bestand, herauszufinden zu welchen Projekten die Bilder gehörten. Ich fand diese Idee sehr gelungen und der Wettbewerb hat mir richtig Spass gemacht. Als Preis gab es eine Patchworkarbeit.

Und nun möchte ich Erika nochmal vielen Dank für den herzlichen Empfang sagen. Jetzt warte ich auf die nächste Ausstellung von der Mönchaltorf-Gruppe. Ich werde sicher wieder dabei sein!


Über mich Patchwork zum Selbermachen Galerie Bestellen Kontakt