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4. Gruppentreffen, 29. Januar 2011


Mit einer kleinen Verspätung möchte ich über das Gruppentreffen 2011 berichten.


Am letzten Januar-Wochenende war es endlich soweit, das Gruppentreffen 2011 fand endlich statt. So versammelten sich mehr als 250 Quilterrinen aus der ganzen Schweiz in der Zwicky-Fabrik in Fällanden. Dort wurde nämlich das vierte Gruppentreffen organisiert, dieses mal von der Quiltgruppe Mönchaltorf.

Jede Teilnehmerin wurde herzlich begruesst. Wir alle bekamen ein Namens-Schild und ein Willkommensgeschenk. Ich fand es eine ganz suesse Idee, Geschenklis zu verteilen. Wenn man darüber nachdenkt, dass jedes davon von Mitgliedern der Mönchaltorf-Gruppe selber vorbereitet wurde und wie viel Arbeit dahinter steckt, dann kann ich nur meinen Respekt für die ganze Gruppe bekunden. Gleich möchte ich auch noch sagen, dass das Ganze echt gut organisiert war und wie am Schnürchen lief. Es haben sich alle beteiligten Organisatorinnen ein riesen Lob verdient.



Es hatte einige Zeit gedauert bis alle Quilterrinen angekommen waren. Ich konnte endlich einige Bekannte von den Halden-Quiltern wieder sehen. So haben wir ein bisschen über die letzen Neuigkeiten gesprochen. Aus persoenlichen Gründen bin ich nun eher ein Passiv-Mitglied dieser Gruppe, aber ich hatte mich doch sehr gefreut diese bekannten Gesichter wieder zu sehen.

Vor dem offiziellen Teil konnten wir einen schnellen Rundgang in der Halle der Zwicky-Fabrik machen.

Dieses Jahr hatte es nicht so viele Verkaufsstände mit Patchwork-Artikeln, so hatten wir eher eine begrenzte Auswahl. ABER ich vermute, dass doch jeder etwas für sich dort finden konnte.

Aus meiner Sicht wurde dieser kleine Mangel mit der herzlichen Kommunikation, die wir alle dort hatten, mehr als nur wettgemacht. Ja... wo noch kann man so viele Gleichgesinnte treffen... und plaudern plaudern plaudern :)


Rechtzeitig begann dann der offizielle Teil. Er wurde in 2 Sprachen – Deutsch und Französisch - durchgeführt.

Zuerst wurden organisatorische Fragen und die letzten patchQuilt Nachrichten angesprochen. Das Wichtigste davon war, dass dieses Treffen nicht mehr ein Gruppentreffen sein wird, sondern dass man in Zukunft von einem Mitgliedstreffen spricht. Die Änderungen werden nicht blitzschnell umgesetzt. Das Treffen wird schrittweise in den nächsten Jahren umorganisiert.

Danach folgte die Vorstellung Mönchaltorf-Gruppe. So haben wir etwas aus der Geschichte dieser Gruppe gehört, wie und wann sie geründet wurde. In diese Presentation wurden auch Gruppen-Quilts genannt. Ich fand es interessant zu hören, wie die Quilts vorbereitet wurden und auch an welche Anlässen sie ausgestellt waren.

Die Gruppe hat uns auch ein bisschen über eine Challenge mit einer australischen Gruppe erzählt. Die Werke dieser Challenge waren auf dem Gruppentreffen ausgestellt.





Alle Challenge-Stücke wurden auch schon in der Ausstellung 2010 der Mönchaltorf-Gruppe präsentiert.

Gefallen hat mir auch, dass die Gruppe sich nicht nur mit Patchwork beschäftigt, sondern auch wandert und an Jahrmaerkten teilnimmt. Ich habe die Meinung, dass diese Gruppe doch sehr aktiv ist und das finde ich richtig schön. Viel Erfolg und Spass!


Danach folgten verschiedene Vortraege.

Der Kurzvortrag von Brigitte Laumanns zum Memory Quilt „Erinnerungsstuecke“ bildete den Anfang.

Frau Laumanns hat über ihr Projekt gesprochen, vom Beginn, wann der erste Gedanke ihr durch Kopf gegangen ist, bis zum Ende, das nicht so leicht zu erreichen war.

Ihr Interesse am Quilten wurde in den 90ern geweckt. Ich glaube, es gibt mehrere Künstlerinnen, die nach einem Besuch der Amish-People in Amerika, ihre Faszination gefunden haben. So war das auch mit Frau Laumanns.

Der weitere Kontakt mit Patchwork hat sie zum Gedanken geführt: Was waere, wenn Quilts sprechen wuerden? Wie viele spannende Geschichten, über die eigene Autorin und ihren Gedanken, werden die Quilts uns verraten können? Wenn man nur die Entstehungsgeschichte hören koennte beim ansehen der Quilts... Genau dieser Gedanke war der Anfang des ganzen Projektes.

Ungefähr so sah die Teilnabebedinung aus: Man sollte einen Block in Grösse 20x20 cm nähen. Das Design des Blocks sollte in Bezug zu einer Geschichte aus dem eigenen Leben oder dem Leben ihrer Familie stehen. Nach Möglichkeit sollte im genähten Block mindestens ein alter Stoff (mit direkten Bezug zur Geschichte) enthalten sein.
86 Frauen und 4 Männer aus 24 Ländern (5 Kontinenten) haben teilgenommen. So waren genuegend Blöcke da. Und für Frau Laumanns hat die nächste Etappe begonnen: Diese Blöcke in einem Quilt zu vereinigen. Es ist ihr gelungen, daraus einen Quilt zu fertigen, der 3,5 m breit und 2,2 m hoch ist.

So wie ich verstanden habe, hat der Quilt schon an verschiedenen Austellungen teilgenommen.

Aber für die Projektleiterin war es immer noch nicht zu Ende. Im nächsten Schritt wollte Frau Laumanns alle zum Quilt gehörenden Geschichten veröffentlichen. Diese Aufgabe war aus meiner Sicht schwieriger als alles andere zuvor. Frau Laumanns hat dafuer leider keinen Verleger gefunden. Aber alles so lassen wie es war, wollte sie auch nicht. So hat sie die ganze Aufgabe selbst in die Hand genommen... alle Übersetzungen, Korrekturen, Organisationnen und so weiter. Ich denke, dass sie es sich vielleicht noch genauer überlegt hätte, ob sie das macht, wenn die von Anfang gewusst hätte, was für eine enorme Arbeit auf sie zukommt. Nach ihrer Aussage hätte sie das so oder so durchgeführt. Danach wurde auch das Buch fertiggestellt. An unserem Treffen konnte man das Buch (auf Englisch und Deutsch) kaufen.

Und natürlich.. den Quilt bewundern :)

Nachher folgte der Kurzvortrag von Verena Lenzlinger zum Thema "Spieglein, Spieglein an der Wand: Ist das der schönste Quilt im Land?".

Als ich das Programm unseres Treffen angeschaut hatte und nach Titeln bewertete, habe ich gedacht, dass das wohl der interessanteste Vortrag für mich werden könnte. Der Vortrag konnte meine Erwartungen jedoch nicht ganz erfüllen. Einerseits gab es interessante Fakten zu hören und man konnte Info über die Quilt-Jurierung von einer anderen Seite betrachten. Aber andererseits fühlte ich leichte Enttäuschung über das Thema algemain. Der Vortrag handelte davon, wie die Quilts fuer Ausstellungen ausgewählt, bewertet und die Preise vergeben werden. So habe ich verstenden, wieviel dabei der Zufall bedeutet und welchen Einfluss menschliche Faktoren haben(auch wenn versucht wird diese zu minimieren). Dem kann man schon auch was Positives abgewinnen, aber ich werde dieses Thema jetzt ohne weitere Vertiefung verlassen.

Danach fand der Kurzvortrag von Hans Ueli Kaul zur Geschichte der Zwicky-Fabrik statt(Mit der Firmen-Geschichte, Zahlen und Fakten). Er hat ordentlich meinen Appetit geweckt :), so dass die Mittagspause mit Kaffe und Kuchen gerade recht kam.

Im letzten Vortrag hat die Mönchaltorf-Gruppe eine Demonstration „Faerben mit Kool-Aid“ gemacht. Danach haben wir Päckchen für unseren eigenen, kleinen Experiemente mit nach Hause nehmen koennen :) Ein Merci der Quilt-Gruppe!

Schliesslich hatten wir noch unser Show und Tell. Dafuer wurden 14 verschiedene Gruppen angemeldet. Aber in Realitaet haben noch mehr ihre Werke praesentiert.

Dieser Teil begann mit einer Gast-Gruppe aus Oestereich.



Dann folgen verschiedene Gruppen aus der französischen Schweiz. Da sie längere Nachhausewege hatten. Dannach hatten verschiedene Gruppen aus der deutschen Schweiz die Szene fuer sich und die Präsentation ging weiter.




Ich habe mit den Halden-Quiltern mein Wandbild "La clownesse Cha-U-Kao" präsentiert, das eigentlich im September während eines Kurses entstanden war.



Ich fand dieses Treffen locker und cool. Viele tolle Gespräche mit Gleichgesinnten. Super war es auch einige Leute, mit denen ich vorher nur im Internet kommunizierte, im wahren Leben zu treffen. Ich habe viel positive Energie von diesem Treffen mitgenommen. Ich hoffe, dass die anderen Quilterinnen auch so profitieren konnten wie ich es tat.

Nochmals danke fuer alle, die den ganzen Anlass organisierten.
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